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Filmliste

Diese DVDs zum Thema "psychische Erkrankungen" gibt es in der Stadtbücherei Hof. Es sind zum einen Spielfilme, die mit psychischen Problemen zu tun haben, aber auch Dokumentationen.

Die blau hinterlegten Spalten zeigen Filme, die Aufwind e.V. im September 2007 spendete.
 
A Beautiful Mind / Ron Howard ; Musik: James Horner ; Darst.: Russell Crowe, Ed Harris, Jennifer Connelly, Paul Bettany... - 2002
Barfuss / Regie: Til Schweiger. Drehb.: Jann Preuss ... Kamera: Christoph Wahl. Musik: Dirk Reinhardt ... Darst.: Til Schweiger ; Johanna Wokalek ; Steffen Wink ... - 2005
Der Kobold in der Höhle (Dokumentarfilm), 2005, Buch und Produktion: Marco Tobias Schulz, Marc Kempkens und Oliver Schnier.

Der 34-jährige Antonio lebt im Dreikönigenhaus, einem Wohnheim für Menschen mit psychischer Erkrankung in Köln-Mülheim. Der Dokumentarfilm zeigt den Alltag von Miza, wie er sich selbst nennt, seinen unerschütterlichen Glauben an sein Dasein als Künstler, seine Zukunftspläne und die Verarbeitung seiner Vergangenheit: das abgebrochene Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, der Drogenmissbrauch und zwölf Jahre Psychoseerfahrung. In seinem 12 qm großen Zimmer findet er den für ihn nötigen Schutz, um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und nach neuen Inspirationen zu suchen.

Um die Lebens- und Wohnwelt Antonios authentisch darzustellen, zeigen die Filmemacher bewusst nur Antonios eigene Sicht und verzichteten auf Kommentare, Statements oder Interviews von psychiatrisch Tätigen. So übernimmt Antonio selbst die Führung durch seine fabelhafte Welt und lässt den Zuschauer teilhaben an dem beklemmenden täglichen Kampf, den ihm allein der ganz normale Alltag abverlangt.

Der Tagesablauf in den Wohnheim, die therapeutische Arbeit, Antonios vorsichtiges Anknüpfen an Kontakte aus seiner früheren Künstlerszene, sein Akzeptieren der Krankheit und seine Sehnsucht nach einem Familienleben haben die Filmemacher behutsam begleitet. Sie zeigen Antonio als Menschen, der beim Leben Hilfe braucht und dessen Mut jede Unterstützung wert ist, selbst wenn ein »Happy End« nicht in Sicht ist. Der Film "Der Kobold in der Höhle" entstand als Abschlussarbeit der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften Köln. Er ist nicht nur für die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit von Selbsthilfegruppen und Anti-Stigma-Initiativen geeignet, sondern dürfte insbesondere durch den unmittelbaren Einblick in psychotisches Erleben auch für die Ausbildung von Pflegekräften sowie von Studenten der Sozialarbeit, der Medizin und der Psychologie hoch willkommen sein.

Die Pole des Saturn
Bipolar - Leben zwischen Manie und Depression
Nicole Plinz, Oliver Hermann

Doku-Collage. Drei Betroffene und eine Angehörige berichten in dieser Doku-Collage vom Rausch des Höhenflugs und dem Sog in den Abgrund der Depression. Sie schildern, wie es sie heraustreibt aus den Normen ihres Berufes und die Tragfähigkeit ihrer Beziehungen überspannt. Sie erzählen vom Pendeln zwischen berauschtem Größenwahn und bohrendem Hass auf sich selbst, vom labilen Gleichgewicht in den Beziehungen zu Familienangehörigen und Freunden und vom langsamen Weg zurück in den Alltag.

"Die Pole des Saturn" wählt den subjektiven Blick der Protagonisten, um das Leben aus Perspektiven zu betrachten, die vielen Menschen nicht bekannt sind. Der Film soll zur Aufklärung über bipolare Erkrankungen, mehr Verständnis und zu früherer Hilfe im Einzelfall beitragen.

Der Film ist entstanden im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. www.dgbs.de. Die Produktion wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde, Unternehmen und vielen privaten Spendern.

Zielgruppen: Für Betroffene und Angehörige, für die Aus- und Weiterbildung von psychosozialen und therapeutischen Berufen

Einer flog über das Kuckucksnest / Regie: Milos Forman. Drehb.: Lawrence Hauben ... Kamera: Haskell Wexler. Musik: Jack Nitzsche. Darst.: Jack Nicholson ; Louise Fletcher ; William Redfield ...... - 1998

Raum 4070 - Psychosen verstehen (Dokumentarfilm)
Torsten Striegnitz, Jana Kalms

Wir sind in einem Raum, in dem sich Menschen Erlebnisse erzählen, die man sich eigentlich nicht erzählt. Es geht um Wahn-Sinn und Ver-rücktheit, es geht um die Existenz, es geht um höllische Verzweiflung und den Garten Eden, es geht um Angst und um die Zerstörung von Beziehungen. In Raum 4070 findet das Potsdamer Psychoseseminar statt.

Es ist ein Tabu darüber zu reden. Aus Angst. Aus Scham. Aus Schuldgefühlen. Im "Raum 4070" wird darüber gesprochen. Psychoseerfahrenen, Angehörigen und Professionellen gehört gleichberechtigt das Wort, sacht moderiert von Prof. Dr. Peter Stolz.

Jede Psychose ist anders und erzählt eine eigene Geschichte: Eine Mutter leidet darunter, dass ihre Tochter den Kontakt abbricht. Ein Vater findet den Mut vom Freitod seines Sohnes zu erzählen. Ein junger Mann will nicht mehr aus seiner Psychose zurück, weil er unsere Welt für eine Scheinwelt hält. In dem Raum wird aber auch gelacht, in der Pause wird über Alltägliches geredet, es werden Freundschaften geschlossen.

Kameras und Mikrophone in einem Psychoseseminar – das ist bisher einmalig. Die Teilnehmer/innen standen von Anfang an hinter den Filmarbeiten, weil sie vom Ziel der Regisseure überzeugt sind: In der Öffentlichkeit muss über Psychose geredet werden. Wer nicht gefilmt werden wollte, konnte sich hinter eine der beiden Kameras setzen. Im Verlauf der Dreharbeiten machten aber immer weniger davon Gebrauch.

Die Dreharbeiten dauerten anderthalb Jahre. Aus 16 Abenden Psychoseseminar entstanden 60 Stunden Rohmaterial. Die Montage gibt dem Zuschauer die Chance, sich mitten ins Seminar zu begeben. Der Film zeigt, wie nah wir alle den Menschen in diesem Raum sind. Der Zuschauer beginnt als Beobachter und endet bei sich selbst.

 
 
 

 


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